Elektronische Stethoskope

Elektronisches Stethoskop

Eine neue Dimension der Auskultation

Das akustische Stethoskop gehört seit dem 19. Jahrhundert zu den klassischen Instrumenten in der medizinischen Diagnostik. Doch insbesondere bei der Auskultation adipöser, unruhiger Patienten stößt der Behandler oftmals an Grenzen, die zu einer verfälschten oder ungenauen Diagnostik führen können.

Elektronische Stethoskope als leistungsfähige Weiterentwicklung

Seit einigen Jahren gibt es neben den akustischen Geräten auch elektronische Stethoskope, die es ermöglichen, auch sehr schwache Körpergeräusche deutlich hörbar zu machen. Sie verstärken elektronisch den Schall, heben die Tonfrequenz deutlich hervor und eliminieren im Gegensatz zu akustischen Stethoskopen auch auftretende Störgeräusche.

Störgeräusche werden zuverlässig ausgefiltert

Die häufigsten Schwierigkeiten, der sich Anwender von Stethoskopen täglich stellen müssen, sind Umgebungs- und Reibungsgeräusche, die beispielsweise durch Bewegungen des Patienten oder durch das Rascheln der Kleidung entstehen. Durch die aktive Geräuschunterdrückung der elektronischen Geräte werden Störgeräusche um bis zu 85% reduziert. Dies ermöglicht nicht nur ein effizienteres Arbeiten in einem lauten Arbeitsumfeld, wie z.B. der Notaufnahme, sondern steigert auch die Sicherheit der Diagnose.

Verstärkung schwach wahrnehmbarer Körpergeräusche

Viele Herz- und Lungengeräusche, beispielsweise bei Aortenklappeninsuffizienz, können teilweise mit einem akustischen Stethoskop nicht wahrgenommen werden. Elektronische Stethoskope hingegen sind in der Lage, eine Verstärkung der Töne mit bei gleichzeitiger Reduzierung der Umgebungsgeräusche zu erreichen.

Schwierige Untersuchungsumstände erfordern hohe Konzentration, da die Tonfrequenz oftmals schwer hörbar ist. Bei beatmeten, sedierten oder bewusstlosen Patienten ist zudem die Auskultation erschwert, da sie keine aktive Mithilfe leisten können. Reibungsgeräusche durch die Lagerung des Patienten erschweren die Untersuchung zusätzlich. In diesen Situationen erleichtern elektronische Stethoskope die Auskultation und erzielen eine bis zu 24-fache Verstärkung der Vitalzeichen gegenüber akustischen Geräten.

Aufzeichnungsfunktion sorgt für nachhaltige Dokumentation

Einige Hersteller bieten Modelle an, die auch über die Möglichkeit zur Speicherung und Weitergabe der Untersuchungsergebnisse verfügen. Das Modell Littmann 3200 beispielsweise besitzt eine Bluetooth-Schnittstelle zur Aufnahme, Speicherung und Wiedergabe von Herz- oder Lungengeräuschen. Mit dieser Eigenschaft können die gesammelten Daten und Aufnahmen schnell und einfach an den PC übertragen und anschließend nochmals abgespielt werden. Die Funktion ist äußert hilfreich, um nach der Untersuchung eine Kollegenmeinung einzuholen. Bei einigen Modellen ist mit Hilfe einer speziellen Software der einfache Austausch von Aufzeichnungen mit weiteren Medizinern online möglich. Auch der Verlauf einer pathologischen Veränderung kann durch diese Technik über einen längeren Zeitraum gespeichert und verglichen werden. Anders als bei akustischen Stethoskopen ermöglicht die elektronische Variante einen sicheren auditiven und visuellen Dokumentationsnachweis.

Elektronische Stethoskope sorgen für eine geringere Fehlerquote bei der Auskultation

Anhand der Körpergeräusche lassen sich Rückschlüsse auf das Vorliegen und den Schweregrad einer Erkrankung ziehen. Aufgrund schwacher Tonfrequenz oder störenden Faktoren im Arbeitsumfeld kann es jedoch passieren, dass wichtige Töne nicht wahrgenommen werden, eine unsichere Diagnose gestellt und die falsche Therapie eingeleitet wird. Elektronische Stethoskope können durch die akustische Verstärkung und das Ausfiltern störender Geräusche auch sehr schwache Frequenzen hörbar machen – die Sicherung einer Diagnose wird durch eine geringere Fehlerwahrscheinlichkeit verbessert.

Der Umstieg von akustisch auf elektronisch

Wenn folgende Faktoren auf den Anwender zutreffen, wird ein Umstieg bzw. eine Umrüstung zu einem elektronischen Stethoskop empfohlen:

  • Wird das Stethoskop täglich verwendet?
  • Ist man auf eine genaue akustische Diagnostik angewiesen?
  • Ist man auf eine technische Auswertung angewiesen?
  • Ist man am möglichen Austausch von Auskultationsergebnissen mit Kollegen interessiert?

Wenn man diese Fragen zum größten Teil mit JA beantworten kann, kann man sich mit gutem Gewissen für ein elektronisches Stethoskop entscheiden.

Der EKO Core Stethoskop-Verstärker als preisgünstige Alternative

Elektronische Stethoskope sind häufig teurer als akustische Geräte, bieten dafür jedoch auch eine präzise Diagnostik. Eine preisgünstige Alternative ist z.B. der EKO Core Stethoskop-Verstärker. Der Aufsatz ist mit vielen akustischen Stethoskopen kompatibel. Der Adapter kann einfach auf das eigene akustische Stethoskop aufgesetzt und dadurch eine bis zu 40-fache Verstärkung der Körpergeräusche erzielt werden. Somit wird das akustische Stethoskop schnell und einfach zu einem elektronischen Modell umgerüstet. Eine genaue Übersicht kompatibler Stethoskope sind in der Produktbeschreibung im Praxisdienst Online-Shop zu finden. Via Bluetooth kann die Auskultation an ein Smartphone oder Tablet mit der kostenlosen EKO App weitergeleitet und gespeichert werden.

Elektronische Stethoskope von Littmann im Praxisdienst Online-Shop

Elektronische Stethoskope werden in unterschiedlichen Varianten und Modellen von verschiedenen Herstellern angeboten. Die Firma Littmann ist einer der bekanntesten Hersteller für Stethoskope und steht für hohe Qualität und Langlebigkeit. Littmann bietet beispielsweise das Modell 3200 an, das dank modernster Technologie viele Funktionen und Möglichkeiten in einem Instrument vereint. Mit Hilfe einer speziellen Software ist der einfache Austausch von Aufzeichnungen mit Kollegen möglich.

Die Entscheidung für ein elektronisches Abhörgerät sollte anhand der persönlichen Bedürfnisse und Anforderungen getroffen werden. Eine große Stethoskop-Auswahl finden Sie preisgünstig im Praxisdienst Online-Shop.

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