Die Instrumentensterilisation ist für alle Arztpraxen, in denen chirurgische Instrumente zum Einsatz kommen, ein wichtiges Thema. Hier erklären wir Ihnen, welche Sterilisatoren es gibt und für wen welcher Sterilisator geeignet ist.

Der Sterilisator ist ein Gerät, das Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger durch Hitze und/oder Druck abtötet. In Praxen werden 2 Arten von Sterilisatoren eingesetzt – der Heißluftsterilisator und der Autoklav.

Der Heißluftsterilisator

Der Heißluftsterilisator ist ein Sterilisator, der mit trockener Hitze arbeitet. Da trockene Luft Wärme schlechter leitet als Dampf, muss der Heißluftsterilisator mit höheren Temperaturen arbeiten als der Autoklav. Weil bei Temperaturen von 180° bzw. 200°C hitzeempfindliche Materialien zerstört würden, kann die Sterilisation im Heißluftsterilisator nur bei hitzebeständigen Produkten erfolgen. Für die Sterilisation im Heißluftsterilisator zugelassen sind z.B. chirurgische Instrumente aus Stahl, Porzellan- und Glasprodukte. Auf keinen Fall dürfen Kleider, Papierprodukte oder Kunststoffartikel in den Heißluftsterilisator gelegt werden.

Der Heißluftsterilisator eignet sich für alle Praxen, in denen ausschließlich Metall-, Porzellan- und Glasprodukte sterilisiert werden müssen. Meist kommen Heißluftsterilisatoren in Fußpflegepraxen, Kosmetikstudios und Nagelstudios zum Einsatz.

Der Autoklav

Der Autoklav, auch Dampfsterilisator genannt, ist ein Sterilisator, der mit gespanntem, gesättigtem Wasserdampf arbeitet. Durch die Kombination aus Hitze und Druck ist die Sterilisationszeit kürzer und die Temperatur im Sterilisator muss nicht so hoch sein wie im Heißluftsterilisator. Da der Autoklav während der Sterilisation einen sehr hohen Druck aufbaut, ist es wichtig, dass der Dampfsterilisator nur betrieben wird, wenn er keinerlei Schäden aufweist. Durch die verhältnismäßig niedrigen Temperaturen können im Autoklaven auch empfindliche Produkte, wie z.B. OP-Handschuhe und Katheter, sterilisiert werden. Auch Verbandstoffe, Kleidungsstücke und Produkte aus Kunststoff sind für die Sterilisation im Autoklaven geeignet.

Durch die große Bandbreite an Produkten, die zur Sterilisation im Autoklaven zugelassen sind, kommt der Dampf-Sterilisator sowohl in Arztpraxen als auch in Krankenhäusern zum Einsatz.

Zusammenfassend kann man sagen: Für Praxen, die den Sterilisator lediglich zur Sterilisation von Stahlinstrumenten benötigen, reicht ein Heißluftsterilisator aus – für alle, die neben Instrumenten auch Kleidung, Verbandstoffe und Kunststoff-Produkte sterilisieren möchten, ist ein Autoklav der richtige Sterilisator.

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