Welches Fieberthermometer eignet sich am besten für mich?

FieberthermometerUnter Fieber (von lat. febris) versteht man eine Erhöhung der Körperkerntemperatur, die als Begleiterscheinung bei der Abwehr gegen eindringende, lebende Mikroorganismen oder andere körperfremde Stoffe auftritt. Wichtige Abwehrfunktionen können bei einer erhöhten Körpertemperatur schneller ablaufen, weswegen das Fieber eine wichtige Funktion bei der Infektabwehr einnimmt. Ob eine erhöhte Körpertemperatur vorliegt, lässt sich schnell und einfach mit einem Fieberthermometer bestimmen.

Die traditionellen analogen Quecksilber-Thermometer wurden auf Grund der Gesundheitsgefahr, die von auslaufendem Quecksilber ausgeht, vor einigen Jahren für den freien Handel gesperrt. An ihre Stelle sind die ungefährlichen Gallium-Thermometer getreten, die auch heute noch in der Medizin Verwendung finden.

Neben den analogen Fieberthermometern werden heute immer häufiger digitale Fieberthermometer eingesetzt. Hier möchten wir Ihnen einige digitale Fieberthermometer vorstellen:

Standard-FieberthermometerStandard Digital-Fieberthermometer

Das Standard-Fieberthermometer kann sowohl zur axialen als auch zur oralen und rektalen Messung eingesetzt werden. Der Sensor befindet sich an der Spitze und ist in der Regel desinfektionsmittelbeständig. Trotzdem sollte das Thermometer mit Schutzhüllen betrieben werden, um Kreuzkontaminationen und Infektionsübertragungen zu vermeiden. Die Genauigkeit dieses Fieberthermometers kann je nach Hersteller und Modell schwanken.

 

StirnthermometerStirnthermometer

Dieses Fieberthermometer ermittelt die Körpertemperatur durch Bestimmung der von der Stirn abgestrahlten Infrarotstrahlung. Die Messung mit einem Stirnthermometer ist zwar sehr angenehm und dauert nur wenige Sekunden, allerdings sind die Messwerte auch relativ ungenau, so dass die Messung eher einen orientierenden Charakter hat.

Der Vorteil bei der Messung mit einem Stirnthermometer liegt darin, dass das Thermometer keinen Hautkontakt hat und daher besonders hygienisch ist. Dadurch finden solche Fieberthermometer z.B. in der Seuchenkontrolle Verwendung.

 

OhrthermometerOhrthermometer

Ähnlich wie das Stirnthermometer ermittelt das Ohrthermometer die Körpertemperatur durch die Bestimmung der vom Trommelfell abgestrahlten Infrarotstrahlung. Allerdings ist die Messung am Trommelfell wesentlich genauer als die Messung an der Stirn. Um Falschmessungen und ungenauen Messwerten vorzubeugen, sind moderne Ohrthermometer häufig mit einem Sensor versehen, der den Anwender warnt, wenn das Fieberthermometer während der Messung falsch positioniert ist. Darüber hinaus sollte das Ohrthermometer mit einer beheizbaren Messspitze ausgestattet sein, um eine Verfälschung der Ergebnisse durch eine Abkühlung des Gehörgangs zu verhindern. Ohrthermometer können durch die schnelle, angenehme Temperaturbestimmung auch bei Kindern und Babys zum Einsatz kommen.

Die Messgenauigkeit bei korrekt durchgeführter Messung ist relativ hoch, weswegen das Ohrthermometer sich auch in Arztpraxen und Kliniken zunehmender Beliebtheit erfreut.

 

Sonden-FieberthermometerSonden-Fieberthermometer

Bei diesem Fieberthermometer wird die Temperatur mit einer austauschbaren Sonde bestimmt. Das Thermometer bietet neben einer hohen Genauigkeit auch eine besonders schnelle Testdurchführung und kann sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen eingesetzt werden. Beim Sonden-Fieberthermometer lässt sich vor der Messdurchführung das Alter des Patienten (Kind/Erwachsen) und die Messstelle einstellen, dadurch liefert das Fieberthermometer besonders präzise Ergebnisse. Um das Auftreten von Kreuzkontaminationen oder Infektionsübertragungen zu verhindern, sollte die Messung immer mit Einweg-Sondenhüllen durchgeführt werden. Dank der präzisen Temperaturbestimmung und durch seine recht hohen Anschaffungskosten kommt das Sonden-Fieberthermometer in der Regel nur in Arztpraxen und Kliniken zum Einsatz.

 

Die rektale Temperaturmessung ist zwar am genauesten, aber für den Patienten auch am unangenehmsten. Besonders bei erwachsenen Patienten sollte daher ein Kompromiss zwischen Messgenauigkeit und Schamgefühl getroffen werden. Auch die Messung im Ohr ist recht genau, wenn keine falsch niedrigen Werte durch eine Fehlbedienung oder durch die Verlegung des Gehörgangs mit Cerumen auftreten.

Allgemein gilt es zu bedenken, dass die oral gemessenen Werte 0,3 – 0,5°C und die axial gemessenen ca. 0,5°C niedriger sind als die rektal gemessenen Werte.

Bei allen Fieberthermometern, die bei mehr als einem Patienten verwendet werden, müssen unbedingt Maßnahmen zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen und Infektionsübertragungen ergriffen werden. Dies ist am effektivsten und einfachsten durch die Verwendung von Schutzhüllen umzusetzen. Diese sind für fast alle Arten von Fieberthermometern erhältlich und garantieren einen optimalen Schutz für den Patienten.

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Der kleine Praxisdienst Fieberthermometer Ratgeber
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