Lyme-Borreliose – ein Zeckenstich mit Folgen

Zecke - Überträger der Lyme-BorrelioseDie Lyme-Borreliose ist eine vor allem durch Zecken übertragene Infektionskrankheit, die durch Borrelien verursacht wird. Diese gramnegativen spiralförmigen Bakterien werden von Zecken beim Saug- und Stechakt innerhalb von ca. 8 – 12 Stunden nach dem Zeckenstich übertragen. Eine Borrelieninfektion ist in ganz Deutschland möglich – sowohl in ländlichen Gegenden als auch in Städten.

Die Infektion mit Borrelien verursacht die als Lyme-Borreliose bezeichnete Erkrankung, die sich in 3 Stadien einteilen lässt.

Die Stadien der Lyme-Borreliose

Das 1. Stadium – die Lokalinfektion – zeigt sich durch einen charakteristischen Hautausschlag, der als Wanderröte oder Erythema migrans bezeichnet wird. Zusätzlich können diverse unspezifische allgemeine Symptome, wie z.B. Kopfschmerzen, Fieber, Gliederschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl, auftreten.

Im 2. Stadium werden die Erreger über den Organismus gestreut, was zu weiteren, oft sehr unterschiedlich ausfallenden Krankheitssymptomen führen kann. Häufig können starke Schweißausbrüche, von Gelenk zu Gelenk springende Arthritiden und Myalgien, Sehstörungen, Herzprobleme sowie das Bannwarth-Syndrom beobachtet werden. Bei einigen Patienten tritt eine Neuroborreliose auf, die zu Erkrankungen der peripheren Nerven oder sogar des zentralen Nervensystems führen kann.

Im 3. Stadium – dem Spätstadium – kann es durch eine nicht ausreichende oder gar nicht erfolgte Behandlung der Borreliose zu schweren und chronischen Symptomen kommen. Häufig im Spätstadium der Borreliose zu beobachtende Krankheitsbilder sind z.B. die Lyme-Arthritis, die Borrelien-Meningitis, die Akrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer oder die Neuroborreliose.

Da es bislang keine Möglichkeit gibt, Menschen gegen die Borreliose zu impfen, ist die Zeckenstichvermeidung derzeit die einzige zur Verfügung stehende Präventionsmaßnahme.

Die Therapie einer Infektion mit der Lyme-Borreliose besteht in der gezielten Gabe von bestimmten Antibiotika. Je früher nach der Borrelien-Infektion das Antibiotikum verabreicht wird, desto besser ist die Prognose.

Da im Frühstadium der Erkrankung außer der Erythema migrans kein sicherer Nachweis der Lyme-Borreliose möglich ist, kann die Entscheidung über eine Therapieeinleitung nur aufgrund unspezifischer, grippeähnlicher Krankheitssymptome in kurzem zeitlichem Abstand zum Zeckenstich getroffen werden.

Borreliose-Test an der Zecke erlaubt schnelle Therapieeinleitung

Borreliose-TestAus eben diesem Grund macht es Sinn, bei Patienten, die mit einem Zeckenstich zum Arzt kommen, die Zecke auf das Vorhandensein des Borreliose-Erregers zu testen. So kann entweder direkt nach dem Entfernen der Zecke, spätestens aber beim Auftreten entsprechender Krankheitssymptome, mit einer antibiotischen Therapie begonnen werden.

Diagnostik Nord bietet einen entsprechenden Schnelltest an, mit dem innerhalb von wenigen Minuten der qualitative Nachweis der Borreliose-Arten Borrelia burgdorferii sensu lato, B. garinii und B. afzelli direkt an der entfernten Zecke erbracht werden kann. Der hochsensitive Schnelltest (1.000 ng/ml) lässt sich schnell und einfach durchführen und kann entscheidend zur Vermeidung von Spätfolgen und Komplikationen beitragen.

Den Borreliose-Test von Diagnostik Nord erhalten Sie ab sofort bei Praxisdienst.

Borreliose frühzeitig erkennen
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